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Diese Achtsamkeitsübung im Job ist Gold wert

Wir alle kennen Tage, die so voll sind, dass man am liebsten rufen würde: Herr, schick Zeit vom Himmel! Dabei geht der Stress nicht nur auf den Körper, sondern hindert uns auch, klar zu denken. Obwohl wir unter Hochdruck arbeiten, kommt meistens nicht viel dabei raus. Was hilft? Innehalten, den Atem spüren und – richtig gelesen – früh morgens einen Frosch vertilgen!

Die To-Do-Liste ist gefühlte zwei Meter lang, im Posteingangtreffen lauter dringende E-Mails ein und die Präsentation für das Meeting morgen ist auch noch nicht fertig… Wie auch, wenn dauernd das Telefon klingelt?! Im Job fühlen wir uns manchmal als müssten wir mit 1000 Bällen auf einmal jonglieren. Kommt euch das bekannt vor?
Ich musste neulich lachen, als mir jemand erzählte: „Wenn ich gar keine Zeit habe, leg‘ ich mich erstmal zehn Minuten hin.“ Aber irgendwie trifft doch genau das den Nagel auf den Kopf, finde ich. Wenn wir zu viel Stress haben, müssen wir nämlich vor allem eins tun: loslassen.

Um zurück zu unserer Mitte zu finden, wenn um uns herum das pure Chaos herrscht, hilft es, erst einmal innezuhalten. Schließt die Augen und atmet langsam tief und ein aus. (Yep, das geht auch im Großraumbüro! No excuses!) Wenn wir unseren Atem ganz bewusst beobachten und spüren, wie er in uns fließt, werden wir automatisch ruhiger.

Jetzt versucht einmal, euren Atem zu beobachten:

Wo beginnt der Atemzug?
Wo hört er auf?
Wie fühlt er sich an?
Ist er gleichmäßig, manchmal holprig?
Spürst du zwischen den Atemzügen auch diesen kleinen Moment der Stille? Wenn aus dem Einatmen wieder ein Ausatmen wird, und umgekehrt?

Wichtig ist, den Atem nicht zu bewerten. Versuche auch nicht, ihn zu beeinflussen. Lass ihn einfach fließen. Er ist genau so richtig, wie er ist. Denn er ist ein wunderbarer partner in crime, wenn es darum geht, in stressigen Phasen wieder zu uns zu finden. Du kannst diese Achtsamkeitsübung immer wieder einstreuen. Diese kleinen Inseln der Ruhe helfen dir, danach wieder fokussiert und voller Energie durchstarten zu können.

Dedicate yourself to projects that are demanding, but also inspire and motivate you

Judith Williams

Eat That Frog!

Übrigens: Damit du gar nicht erst in einen Zustand der Überforderung gerätst, solltest du direkt nach dem Aufstehen einen Frosch vertilgen – natürlich im übertragenen Sinne! Die Idee dahinter diesem alten amerikanischen Sprichwort (unten habe ich euch ein Buch dazu verlinkt): Wenn man sofort mit der Aufgabe beginnt, die man am liebsten aufschieben würde, weil sie unangenehm ist, hat man das Schlimmste geschafft – und ist danach wesentlich entspannter! Kennt ihr dieses Prinzip? Erzählt mal, was war euer Frosch heute?

Was macht unser Körper, wenn wir Stress haben?

Er produziert Stresshormone. Wir werden konzentrierter; der Blutdruck steigt. Der Körper schmeißt, kurz gesagt, das Notfallprogramm an, das schon unseren Urahnen half, wenn sie einen Säbelzahntiger sahen und entscheiden mussten: Kampf oder Flucht? War die Gefahr vorüber, entspannten sie sich und der Körper baute die Stresshormone wieder ab. Bei vielen von uns hört der Stress heute allerdings nicht mehr auf – weil wir uns ständig zu vielen Reizen aussetzen oder zu viel Arbeit bewältigen müssen (oder meinen, bewältigen zu müssen). Dann jedoch werden die Stresshormone nicht ausreichend abgebaut und können uns auf Dauer sogar krank machen. Deshalb ist Entspannung so wichtig! Etwa durch Bewegung, Sport, Tanz oder nette Gesellschaft!

Wichtig ist auch, dass wir unterscheiden: Welche Aufgaben sind für uns mit negativem Stress verbunden, bei welchen entsteht eine positive Anspannung? Das Ziel sollte sein, dass wir uns mehr und mehr genau diesen Dingen widmen: Projekte, die uns zwar fordern, aber die uns anspornen und motivieren. Auch in solchen Situationen haben wir oft viel zu tun und machen tausend Dinge auf einmal. Aber es fühlt sich anders an – selbstbestimmter. Und zugleich fühlen wir uns nicht überfordert, weil da das Vertrauen ist, es auch hinzubekommen… Diese Art von Anspannung ist unglaublich beflügelnd! Sie gibt uns das Gefühl, quicklebendig zu sein – und mit ein bisschen Glück erreichen wir sogar einen wunderbaren Flow-Zustand.

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