Im Interview mit Elena Musiol von pony puffin
Working Mum

Elena Musiol überzeugte Judith bei der letzten Staffel von “Die Höhle der Löwen” mit dem “Pony Puffin“, einem Haar-Accessoire für den perfekten Zopf. Die beiden Power-Unternehmerinnen verbindet aber noch viel mehr als ihre Leidenschaft für Beautyprodukte…

Liebe Elena, als du zum Pitch bei “Die Höhle der Löwen” angetreten bist, warst du schwanger. War das ein Problem?
Ich war damals in der sechsten Schwangerschaftswoche und hatte mit extremer Übelkeit zu kämpfen. Während ich vor den Investoren stand, musste ich mich darauf konzentrieren, dass mir nicht schlecht wird – und habe daher keine Aufregung gespürt (lacht). Nachdem ich Judith als Investorin gewinnen konnte, wollte ich mit offenen Karten spielen. Ich hatte aber auch Bedenken, dass meine Schwangerschaft ein “deal breaker” sein könnte, weil ich zuvor schlechte Erfahrungen gemacht hatte: Es gab Jobs, die ich nicht bekommen habe, weil ich im gebärfähigen Alter bin und höre ähnliche Geschichten auch oft von Freundinnen. Judiths Reaktion hat mich total begeistert! Sie hat unsere Zusammenarbeit nicht in Frage gestellt und sich aufrichtig für mich gefreut. Judith war selbst schwanger als sie ihre Firma gründete und sie hat mir mit ihrer Geschichte Mut gemacht.

Welche Ratschläge hat dir Judith gegeben?
Sie hat mir zwei wichtige Dinge gesagt, die ich beherzige: 1. Wenn du gut organisiert und diszipliniert bist, wirst du alles wuppen. 2. Das Business ist wichtig, aber die Familie hat immer Priorität. Judith lebt diese Grundsätze vor und ist für mich ein echtes Working-Mom-Vorbild.

Wie schaffst du es konkret, Job und Familie zu vereinbaren? Beschreib doch mal einen typischen Tag.
Ich stehe um 5.30 Uhr auf, weil die Kleine so früh wach ist. Dann ist Zeit zum Kuscheln und Spielen.

Um 7 Uhr verabschiede ich mich von meiner Familie und fahre ins Büro. Ich habe großes Glück, dass mein Mann mich sehr unterstützt und in Elternzeit gegangen ist. So können wir uns die Kindererziehung teilen und ich darf Mama und Businessfrau sein. Mein Mann kommt jeden Mittag mit meiner Tochter im Office vorbei, so können wir auch tagsüber Zeit miteinander verbringen. Am Nachmittag stehen dann meist Meetings mit dem Team oder Kundentermine an. Gegen 17 Uhr mache ich Feierabend und sobald ich zuhause bin, ist Familienzeit. Wir achten darauf, dann nicht über den Job zu reden.

Wie wollt ihr die Kinderbetreuung nach der Elternzeit organisieren?
Eigentlich hatten wir geplant, unsere Tochter mit sechs oder acht Monaten in die Betreuung zu geben und ich war verblüfft und traurig, wie viel Kritik wir uns dafür anhören mussten. Es kommt nun doch anders, weil meine Mutter von Bremen nach Berlin gezogen ist und uns helfen kann, aber nicht jeder hat diesen Luxus und ich finde es schade, dass man so schnell vorverurteilt wird. Ich selbst hatte eine berufstätige Mutter und es hat mir nicht geschadet, sondern mich inspiriert. Jeder sollte bei dieser Frage seine eigene Entscheidung treffen dürfen, ohne gegen Vorurteile ankämpfen zu müssen.

Wie gehst du bei deinem “zweiten Baby”, deinem Start-up, mit Kritik um?
Judith ist mir auch bei diesem Thema ein Vorbild. Ich verfolge begeistert Let’s Dance und finde es beeindruckend, wie sie Kritik der Jury dankbar annimmt und in etwas Tolles verwandelt. Von ihrer Stärke und Positivität kann man sich einiges abschauen.

Was bringt dich zum Tanzen?
Ich bin ein ganz pragmatischer Typ und liebe es, wenn Dinge so funktionieren, wie ich es mir vornehme. Wenn ich alle Punkte meiner To-Do-Liste abhaken kann, tanze ich innerlich vor Freude.

Und wenn du nach Feierabend ausgehst: Lieber Walzer oder Modern Dance?
Tatsächlich verbindet mich auch die Leidenschaft zum Tanz mit Judith und ich kann mich auf keinen Stil festlegen. Als Kind habe ich Ballett gelernt, dann rhythmische Sportgymnastik und später viele Jahre Hip-Hop getanzt. Nach einer Knieverletzung musste ich den Leistungssport aufgeben. Heute macht es mich glücklich, mit meiner Tochter auf dem Arm durch die Wohnung zu tänzeln.

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