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Lautes Lesen macht glücklich!

Kennst ihr das Gefühl, euch in Büchern zu verlieren? Wenn eine Story einen magischen Bann ausübt? Das Kribbeln im Bauch, wenn Buchstaben plötzlich lebendig werden? Zwischen Buchdeckeln stecken tiefe Emotion, denn Worte können ganz wunderbar berühren. Sie lassen uns lachen und träumen und können Inspiration für neue Abenteuer sein. Diesen Zauber habe ich gerade auf besondere Weise wiederentdeckt und möchte ihn mit euch teilen.

Neuer Achtsamkeits-Trend: Bücher statt Bildschirme

Vielleicht geht es euch auch so: Im Trubel des Alltags lassen wir uns am Feierabend oft lieber von einer Serie berieseln statt in einem Gedichtband zu stöbern. Doch neulich bin ich am Flughafen in London auf das Buch der Wallstreet-Autorin Meghan Cox Gurdon gestoßen und war plötzlich motiviert, ein besonderes Lese-Experiment zu starten: In „The enchanted hour of reading aloud – The miraculous power in the age of distraction“ schreibt die Journalistin über die Magie und Heilkraft des Vorlesens. Lautes Lesen ist der neueste Trend in Sachen Achtsamkeit. Es soll Stress reduzieren, das Gedächtnis trainieren und glücklicher machen, wenn man sich selbst oder anderen vorliest. Das wollte ich natürlich sofort ausprobieren und meine Erfahrungen mit euch teilen.

Vorlesen ist viel mehr als eine nostalgische gemütliche Beschäftigung. Es wirkt beruhigend und kann unser Leben ändern.

Meghan Cox Gurdon

Meine Lieben, was soll ich sagen: Ich bin im Leserausch, jede Zeile schenkt mir Zen: Die Tageszeitung, Werbeprospekte, Speisekarten – ich lese plötzlich alles laut und amüsiere damit meine Familie. Zugegeben, im ersten Moment ist es ungewohnt, sich selbst etwas vorzutragen. Doch wenn ihr euch darauf einlasst, ist Vorlesen Balsam für die Seele. Gurdon schreibt: “Vorlesen ist viel mehr als eine nostalgische gemütliche Beschäftigung. Es wirkt beruhigend und kann unser Leben ändern.” Ich stimme ihr zu. Jedes einzelne Wort bewusst hören, sich fokussieren, ganz im Moment sein: Lautes Lesen wirkt meditativ! Neben einem Boost für die Psyche ist aktives Lesen übrigens auch ein super Gehirntraining. Laut einer Studie der “University of Waterloo Canada” verbessert es unsere Merkfähigkeit um bis zu 15 Prozent.

Bibliotherapie – Bücher haben eine magische Heilkraft

Gemeinsam neue Geschichten entdecken, in andere Welten abtauchen, zur Ruhe kommen.  Wenn Eltern ihren Kindern vorlesen, stärkt es die emotionale Bindung und fördert die Lernfähigkeit, das belegen viele Studien. Ich liebe es, mit meinen Kindern in Büchern zu blättern und ihnen Geschichten zu erzählen. Mir selbst etwas vorzulesen war allerdings eine völlig neue Erfahrung. Aber es ist doch so: Was Kids guttut, ist auch für Erwachsene toll und sogar heilsam: Habt ihr schon mal von der sogenannten Bibliotherapie gehört? In den USA und Skandinavien ist es weit verbreitet, Bücher als Medizin einzusetzen und in Großbritannien können sich Patienten mit leichten Depressionen sogar “Bücher auf Rezept” verschreiben lassen.

Meine Erkenntnis nach ein paar Wochen täglicher „lauter Lektüre“: Vorlesen – ob mir selbst oder meinen Liebsten – macht süchtig, denn es setzt Endorphine frei und schenkt innere Ruhe und neue Kraft. Probiert es doch einfach mal aus und lasst euch von der Magie der Sprache verzaubern.

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Kommentare

  1. Liebe Frau Williams,
    jaaaa- laut lesen macht glücklich!!,
    und ich hoffe, dass endlich wieder mehr Eltern ihren Kindern vorlesen; denn das sind auch ganz viele Glücksmomente für die Kinder!!!
    In diesem Sinne, alles Gute für Sie und Ihr Team
    herzliche Grüße von Beate Leinweber

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