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Sei dir selbst dein bester Freund

Mit sich selbst ist man oft viel strenger als mit anderen. Warum nur? Sollte man nicht gerade mit sich selbst so liebevoll und sorgsam umgehen als mit anderen? Wir selbst sind schließlich das Wertvollste, das wir haben! Höchste Zeit also damit anzufangen, uns so viel Aufmerksamkeit zu schenken wie wir verdienen. Hier kommen fünf Tricks für mehr Selbstliebe und Achtsamkeit.

Ihr Lieben,

kennt ihr das? Während wir die kleinen Schwächen von anderen liebenswert und einfach menschlich finden, beurteilen wir uns selbst viel strenger und kritischer. Mit der Lupe wird jeder kleine Makel gesucht, jeder Mini-Fehler setzt uns noch lange nach und im Alltagsstress geht manchmal gerade die Person unter, die uns eigentlich so am Herzen liegen sollte. Ja, genau: Das sind wir selbst.

Das ist so schade, denn aus eigener Erfahrung kann ich euch erzählen, wie wunderbar sich die Momente anfühlen, wenn man ganz bei sich ist. Ich muss auch immer kontinuierlich daran arbeiten, denn das Ganze fällt ja nicht vom Himmel. Aber ich verspreche euch: Es lohnt sich!

Heute möchte ich euch gerne fünf Übungen für den Alltag mit auf den Weg geben, die helfen, euch selbst und eure innere Mitte zu finden. Macht euch immer bewusst: Ihr seid wunderbar – so wie ihr seid. Und zu euch gehören nicht nur eure Stärken, sondern auch die Schwächen. Denn diese machen uns erst zum Menschen!

Am besten kauft ihr euch für die Übungen ein schönes Notizbuch, in denen ihr all eure Gedanken sammeln könnt. Legt es euch an den Nachttisch und lest darin, wenn euch mal wieder Selbstzweifel überkommen. Ein kleines Empowerment-Buch – für euch selbst!

1. Seid dankbar

Gerne möchte ich euch auch dieses kleine Ritual ans Herz legen: Notiert jeden Abend vor dem Einschlafen die Dinge, für die ihr an dem Tag dankbar seid. Das können schöne Begegnungen sein. Oder ein gutes Essen. Oder ein Kompliment, das ihr bekommen habt.

Und selbst wenn scheinbar alles schieflief: Gab es nicht doch etwas, das euch berührt hat? Die warmen Sonnenstrahlen zum Beispiel in der Mittagspause, die urplötzlich ihren Weg durch die Wolken fanden? Diese Übung soll euch helfen, mit euch selbst achtsamer zu werden – und auch die kleinen, positiven Dinge im Alltag zu sehen und zu schätzen.

Für mich ist Dankbarkeit ein richtiger Energiespender. Ich nehme nichts für selbstverständlich hin und bin so dankbar für alles, was ich erleben darf. Gerade erst den wunderbaren Urlaub mit meiner Familie. Was ist das für ein Geschenk, wenn man so viel Zeit mit seinen Liebsten verbringen darf. Danke, dass es euch gibt!

2. Take care

Wenn es anderen schlecht geht, kümmern wir uns um sie. Wir machen für unsere Kinder Wärmflaschen, wenn sie Bauchschmerzen haben. Wir kochen unserem Liebsten Tee, wenn er erkältet ist. Wir machen Freunden kleine Aufheiterungsgeschenke, wenn sie ein Stimmungstief haben. Aber horcht mal in euch rein: Kümmert ihr euch mit dem gleichen Elan auch um euch selbst? Nein? Warum eigentlich nicht? Ihr seid doch das Wertvollste, das es in eurem Leben gibt! Bitte gebt euch also die Aufmerksamkeit, die ihr verdient. Dazu gehört auch, achtsam mit eurer Ernährung umzugehen und genügend zu schlafen. Baut in euren Alltag auch immer kleine Inseln der Ruhe und Entspannung ein. Nehmt euch Zeit – nur für euch! Haltet in dem kleinen Notizbuch alle Dinge fest, die euch guttun. Und schreibt dazu, welche positiven Gefühle sie ausgelöst haben und wie sie euren Tag bereichert haben.

3. Mache dir selbst ein Geschenk

Jetzt kann ich es euch verraten: Dass ihr euch ein schönes Notizbuch kaufen sollt, war schon Teil der ersten Übung! 😉 Denn oft begnügen wir uns selbst mit Dingen, die wir anderen nicht zumuten würden. Oder würdet ihr einer guten Freundin den alten Zettelblock schenken, den ihr noch irgendwo in der Schublade gefunden habt? Eben! Gönnt euch etwas Schönes, ihr habt es euch verdient! Und wenn die Verkäuferin im Buchladen das nächste Mal an der Kasse fragt: „Soll ich es als Geschenk einpacken?”, dann sagt unbedingt: „Ja, bitte!“ Denn warum sollt ihr nicht auch selbst das Buch auspacken dürfen? Die Geschenke an euch selbst müssen auch gar nichts Materielles sein. Beschenkt euch doch einmal mit einem schönen Tag am See oder einem herrlichen Spaziergang durch den Wald! Hauptsache: Seid gut zu euch!

4. Lerne zu verzeihen

Schuldgefühle können uns lange begleiten. Sie sorgen dafür, dass wir uns immer wieder das Gehirn zermartern, warum wir uns so oder so verhalten haben. Warum wir etwas so Unbedachtes gesagt haben, obwohl wir es gar nicht so meinten? Und vor allem: Sie halten uns in der Vergangenheit und hindern uns daran, voll Zuversicht nach vorne zu sehen. Anderen zu verzeihen, fällt uns oftmals leicht. Nur von sich selbst erwarten wir, Mrs. Perfect zu sein. Darum ist es so wichtig, dass wir lernen, uns selbst zu verzeihen. Die Übung dazu: Schreibt einen Brief – an euch selbst. Erklärt euch, was ihr durch den Fehler gelernt habt. Und warum er vielleicht gar nicht so schwer war, wie es im ersten Moment schien. Schreibt, als wenn ihr einer guten Freundin schreibt. Fürsorglich und liebevoll!

5. Just smile!

Morgens vor dem Spiegel, in der Straßenbahn, im Meeting oder abends an der Kasse im Supermarkt: lächelt! Es klingt banal, bewirkt aber Wunder: Wer mehr lächelt, bekommt positivere Reaktionen vom Umfeld und geht mit einem leichteren, beschwingteren Gefühl durchs Leben. Nicht nur in der Familie oder bei Freunden ist es unglaublich schön, wenn man zusammen lachen kann: Habt ihr schon einmal im Straßenverkehr einfach jemanden angelächelt und ein Lächeln zurückbekommen? Ist das nicht ein so wunderbarer, kleiner Moment? Haltet in eurem Notizbuch alles fest, das euch und andere zum Lächeln – und Lachen gebracht hat!

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Kommentare

  1. Marina Vukmanic 28.07.2019, 17:07

    Liebe Judith, danke für aufmunternde Worte, da bin ich gerade in der Situation. Danke! Den anderen zu helfen, aus dem Tief zu kommen, kann ich gut, aber auf sich selbst aufpassen, vergesse ich manchmal, was gar nicht gut ist… Heute sind zu viele graue Gedanken im Kopf, da helfen mir solche Worte, wie deine (darf ich DU sagen?). Fallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen, so und nicht anders!!! Marina

  2. Da sind wunder schöne Text Abschnitte dabei . Die gehen unter die Haut . Und da Paßt alles .

  3. Liebe Judith Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich versuche jeden Tag so zu nehmen wie er kommt. Ich bewundere Deine Ausstrahlung bleib so wie Du bist. Du bist eine sehr starke Frau

  4. Petra Heigl 28.07.2019, 10:49

    Danke liebe Judith für die wahren Worte! Leider schwer umzusetzen wenn man ganz unten ist. Ja anderen Verzeit man viel und geht behutsam mit ihnen um und mit sich selbst ist man hart und grausam. Ich hoffe das ich aus meinem tief bald raus komme und wieder das lächeln lerne.

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