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So werden eure Kinder zu starken Persönlichkeiten!

Was ist das bloß für eine unwirkliche Zeit, die wir gerade erleben?! Auch für Kinder ist die Corona-Krise eine absolute Ausnahmesituation. Umso wichtiger ist es, dass wir sie bestmöglich dabei unterstützen, zu mutigen und starken Persönlichkeiten zu werden. Damit sie mit viel Power und voller Optimismus auch Krisen wie diese meistern!

Kinder sind so ein wundervolles Geschenk. Ein Geschenk, das mit einer großen Verantwortung einhergeht! Als Mama denke ich oft darüber nach, wie ich meine Kids am besten begleiten kann. Wie kann ich so an ihrer Seite sein, dass sie selbstbewusst und mutig ihren Weg gehen?

Gerade jetzt brauchen Kinder ein starkes, inneres Rüstzeug, damit sie die Corona-Krise nicht aus der Bahn wirft. Denn natürlich: Auch wenn unsere Kinder noch so klein sind – sie merken gerade, dass irgendetwas nicht stimmt. Sie gehen nicht in die Kita oder zur Schule, dürfen mit den Großeltern nur skypen und registrieren die Sorgenfalten auf der Stirn ihrer Eltern ganz genau.

Damit wir unser Leben – und vor allem in Krisen – selbständig meistern können, brauchen wir eine starke Persönlichkeit. Was auch immer das Leben mit sich bringen mag: Menschen mit einer starken Persönlichkeit stehen zu sich selbst, trauen sich etwas zu, vertrauen in sich selbst und die Welt. Die wichtigsten Grundsteine dafür werden in der Kindheit gelegt.

Schenkt euren Kindern die Nestwärme, die Flügel verleiht!  Diese zehn Tipps möchte ich euch dafür mit auf den Weg geben.

1. Bedingungslose Liebe

Sind wir doch mal ehrlich: Als Eltern knüpfen wir unsere Liebe fälschlicherweise oft an Bedingungen. Kinder müssen brav, gehorsam, strebsam und nett sein. Dabei ist die bedingungslose Liebe die wichtigste Grundlage für den Selbstwert unserer Kinder! Schenkt ihnen die Gewissheit: So wie ihr seid, seid ihr gut.

2. Orientierung und Grenzen

Kinder lieben Struktur. Deshalb gibt es in unserem Patchwork-Haushalt auch ganz klare Regeln. Sie geben den Kindern die Orientierung, nach der sie sich sehnen.  Und sie lernen die Grenzen ihrer Eltern und ihrer Umwelt kennen und nehmen gewisse Umstände und Gegebenheiten an. So haben meine Töchter zum Beispiel noch kein eigenes Handy. Natürlich gibt es Diskussionen darüber, aber ich bin fest davon überzeugt, dass sie erst einmal einen festen Stand im Leben haben müssen, bevor zum Beispiel Social Media auf sie einprasselt. Gerade jetzt, wo viele Familien zusammen den ganzen Tag zu Hause sind (#stayathome!), ist es super wichtig, dem Tag einen Rahmen zu geben. Teilt ihn am besten in kleine überschaubare Blöcke ein: Homeschooling, gemeinsames Kochen (und natürlich essen), Basteln, Tanzen etc. Der feste Tagesablauf (über den alle gemeinsam beraten!) sorgt für Ordnung in einer Zeit, die ansonsten so vieles durcheinanderbringt.

3. Empathisches Zuhören

Kinder haben ein Recht darauf, ernst genommen und gehört zu werden. Bin ich ärgerlich oder wütend? Oder überrascht und traurig? Eigene Gefühle wahrzunehmen und zu benennen, ist ein großes Lernthema für Kinder. Wir können sie dabei unterstützen, indem wir ihnen empathisch zuhören. Was ich damit meine? Hört wirklich zu, was eure Kinder euch sagen. Interpretiert nichts hinein, sondern fragt ohne Wertung nach, wenn etwas unklar ist. So lernt das Kind, sich wirklich mitzuteilen und seinen Gefühlen auf den Grund zu gehen. Kommunikation ist auch in diesen Zeiten das A und O.  Unicef hat einen tollen Leitfaden erstellt, wie man mit Kindern über Corona sprechen kann – ehrlich, aber ohne Ängste zu schüren. Klare Empfehlung!

4. Natürliche Neugier unterstützen

Neugier ist eine der größten Kräfte, die ein Kind antreibt und auch eine der wichtigsten. Lasst euren Kindern die Freiräume, um ihre Neugier ungestört auszuleben. Bestärkt sie darin, neue Dinge auszuprobieren – auch mit der Gefahr, mal auf die Nase zu fallen. So lernen sie auch schnell: aufstehen und weitermachen. Nichts passiert, Sweetheart!

5. Den Kids auch mal etwas zutrauen

Als Working Mom habe ich meist gar nicht die Zeit, eine überbesorgte Mutter zu sein. Und das ist auch gut so! Denn je eher wir unseren Kindern etwas zutrauen, desto stärker entwickelt sich ihre Resilienz. Also ihre Kraft, sich nicht vom ersten Gegenwind umpusten zu lassen. Ob es nun darum geht, sich in der Stadt alleine ein Eis zu kaufen oder Probleme mit dem Lehrer ohne die Eltern anzugehen: Lasst euren Kindern den Freiraum, Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Es wird sie ungemein stärken und wenn ihr tatsächlich gebraucht werden, könnt ihr immer noch zu Hilfe eilen!

Schenkt euren Kindern die Gewissheit: So wie ihr seid, seid ihr gut.

Judith Williams

6. Positive Glaubenssätze

Ihr kennt das bestimmt, oder? Ihr habt einen Traum, eine Vision und dann kommt aus dem Off die Stimme, die vielleicht sagt: „Das schaffst du sowieso nicht“ oder „Sei nicht so eine Träumerin”. Solche Glaubenssätze stammen meist aus unserer Kindheit, sie können uns ein Leben lang prägen. Deshalb: Gib’ deinem Kind schöne, positive Gedanken mit auf den Weg! Das Thema Glaubenssätze liegt mir ohnehin sehr am Herzen. Weil ich selbst am eigenen Leibe gespürt habe, wie wunderbar es sich durchs Leben gehen lässt, wenn man von den Eltern eine ordentliche Portion Zutrauen bekommen hat. Ich versuche auch jetzt meinen Kindern mitzugeben, dass in jeder Herausforderung auch eine Chance liegt – und sei es, dass wir etwas Neues lernen, uns mehr Zeit für einander nehmen oder an andere denken. Ich zum Beispiel habe mir all meine Kochbücher herausgelegt und will nun endlich kochen lernen.

7. Werte durch Taten vermitteln

Ein jüdisches Sprichwort sagt: „Eine Mutter erreicht mehr als hundert Lehrer!“ Alles, was ich meinen Kindern vorpredige, ist nur halb so gut wie das, was ich ihnen vorlebe. Kinder lernen durch Nachahmung und deshalb ist es für uns Eltern besonders wichtig, uns selber zu überprüfen und Werte und Kompetenzen durch Taten zu vermitteln. Darum ist Kindererziehung auch immer Arbeit an einem selbst. Nur wenn ich wachse, können es meine Kinder auch! Und ganz konkret heißt das momentan: Zeigt euren Kindern, wie man sich ordentlich die Hände wäscht – und lasst es sie nachmachen. Experten empfehlen übrigens, dabei zweimal „Happy Birthday“ zu singen. So kommt man auf die optimale Länge und tut ganz nebenbei auch noch etwas für seine Stimmung!

8. Leichtigkeit und Humor

Ja, Erziehung kann eine ganz schön herausfordernde Sache sein. Deshalb empfehle ich euch: Lasst die Kritikerin beiseite und betrachtet das Ganze auch mal mit Humor. So lernen eure Kinder, dass das Leben nicht anstrengend sein muss, sondern vor allem Spaß macht! Damit einher geht auch eine enorme Gelassenheit. (Ohne die unserer Patchwork-Familie übrigens gar nicht funktionieren würde). Es ist doch viel schöner, darüber zu lachen, wenn etwas schiefgegangen ist, als alles so bierernst zu nehmen. In diesem Sinne: Ommmm, schenkt euch und euren Liebsten die Gelassenheit eines Buddhas!

9. Raus aus der Kleinfamilie, rein in die Gemeinschaft!

„Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf” – Ihr kennt bestimmt dieses afrikanische Sprichwort? Ich glaube, dass es total wichtig ist, wenn Kinder mehr erwachsene Bezugspersonen haben als nur ihre Eltern. Spannt in die Erziehung ruhig Großeltern, Onkel, Tanten, Nachbarn und Freunde ein. Man selbst lernt so, ein wenig loszulassen und die Kinder haben weitere Vorbilder, an denen sie sich orientieren können. Und jetzt in Krisenzeiten können sie selbst Verantwortung übernehmen: Sie können die Großeltern jeden Tag anskypen und ihnen so die Schwere der Einsamkeit etwas nehmen. Oder warum nimmt man nicht ein lustiges Video auf und verschickt es an die Nachbarn? Für Kinder ist es eine unglaublich schöne Erfahrung, sich aktiv in eine Gemeinschaft einzubringen. Und zu lernen: We care about each other!

10. Der inneren Stimme folgen

Last but not least mein wichtigster Rat an alle Eltern: Hört auf eure innere Stimme. Ja, wirklich! Sie wird euch sagen, was für euch und eure Kinder gerade passend ist. Ihr müsst nur ganz genau hinhören!

Ich danke euch, dass ihr jeden Tag euer Bestes für eure Kinder und ihre Zukunft gebt! Und das Wichtigste momentan: Bleibt alle schön gesund und passt auf euch auf! We are all in this together und ich bin sicher: Zusammen schaffen wir das!

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