Talk to Tanja:
Über ihren Start bei HSE24

Seit Februar präsentiert die Münchnerin Tanja Müller bei HSE24 Judiths Fashion-Linie. Im Interview erzählt die quirlige 35-Jährige, wie Judith auf sie aufmerksam wurde.

Wie bist du zu HSE24 gekommen?
Eigentlich durch das Tanzen: Anfangs habe ich in Sportkadern mit Leistungsniveau getanzt, dann als Cheerleader und später in kleinen Musicalproduktionen. Nach meinem Abitur habe ich erst einmal eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten abgeschlossen, dann aber schnell gemerkt, dass das nicht das Richtige für mich war – ich spürte, wie sehr mein Herz auf die Bühne will. Weil Tanz- und Musicalschulen sehr teuer sind, habe ich mich selbst reingekniet und so viel Privatunterricht genommen, wie ich konnte. Darüber bin ich letztlich an das Modeln und choreografierte Modenschauen gekommen. So wie sie auch bei HSE24 vorgeführt werden.

Vom Vorführen zum Präsentieren, das ist kein üblicher Weg.
Nein, das stimmt. Judith trägt während der Show ein Mikrofon, und ab und zu spricht sie auch mit den Models, wie mir. Nach einem Austausch, der live stattfand, hat sie dann gesagt: „Du bist ja ein Naturtalent!“ Denn ich habe einfach drauf los geredet. Und als Katherine schwanger wurde, kam Judith auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könne, auch ganz zu präsentieren. Das war eine tolle Überraschung!

Was hast du dir in dem Moment gedacht?
Es war total unwirklich. Denn erst eine Woche vorher hatten mein Verlobter und ich entschieden, aus München wegzuziehen. Und dann kam Judiths Angebot und alle Pläne standen in Frage. Ich hatte auch Bedenken, ob ich das überhaupt schaffe, denn ich musste erstmal durch ein Casting bei HSE24 und hatte meine Zweifel. Aber dann hat alles super geklappt und schwupps, war es soweit!

Bist du dann nicht weggezogen?
Doch. Ich habe diese Frage mit Judith geklärt, als es wirklich ernst wurde. Ich sagte ihr: Mein Verlobter und ich wollen ein Jahr nach Mallorca gehen. Und sie hat mich total unterstützt! Und jetzt pendele ich. Für mich ist es nicht nur eine gute Erfahrung. Ich sehe den Aufwand und die Flüge als Investition, weil es mich weiterbringt, persönlich und beruflich.

Im Februar war deine erste Sendung. Wie hast du dich vorbereitet?
Mit sehr viel Fernsehen! Wenn man Judith bei HSE24 zuguckt, merkt man, worauf es ankommt. Judiths unbekümmerte Art ist toll. Aber ich hatte auch Schulungen, um mein Wissen zu festigen. Der der Rest kam aus meinem Herzen.

Was konntest du von Judith lernen?
Sie ist ein tolles Vorbild und eine Inspiration: Ihr Willen und ihre Kraft sind unvorstellbar. Manchmal frage ich mich, wann sie schläft. Sie zeigt, dass man eine starke Business-Frau sein und gleichzeitig so greifbar und immer freundlich bleiben kann. Man möchte sie am liebsten mit nach Hause nehmen und mit ihr Kaffee trinken. Und trotzdem gibt es eine große Ehrfurcht, weil sie so viel auf die Beine gestellt hat. Mir helfen ihre Leitsätze, die motivieren sehr! Bei der ersten Aufzeichnung von HSE24 war ich total nervös. Und dann dachte ich: Nein, live your dream! Du machst das jetzt!

Das war sicher erstmal aufregend?
Oh ja! Ich habe so eine Ehrfurcht vor Judith und fragte mich, wie ich das machen soll. Auch bezogen auf Katherine – das sind große Fußstapfen für mich. Aber ich möchte und kann das gar nicht „ersetzen“. Ich mache es auf meine Art.

Wie ist denn deine Art?
Ganz authentisch, ohne mich zu verstellen. Daher kann es auch mal passieren, dass mir Redewendungen rausrutschen, wie „Holla, die Waldfee“. Ich rede einfach drauf los und lache, wenn mir danach ist. Wenn ich mich verbiege, spürt man das auch.

Was kann Mode deiner Meinung nach bewirken?
Ich finde es faszinierend, dass man je nach Styling ein ganz anderer Mensch sein kann. Man kann die Stimmung beeinflussen und unterstreichen. Man kann einen Menschen so völlig neu kreieren. Und man wird auch von der Außenwelt anders behandelt.

Welchen Styling-Regeln folgst du?
Ich habe keine Regeln, aber mir ist wichtig, dass die Sachen wertig aussehen. Wie Judiths Mode: Sie macht immer was her! Das finde ich sehr spannend. Aber generell kleide ich mich je nach Anlass: Fürs Business sind es Sachen, die mich kompetent wirken lassen, wie ein gut geschnittener Blazer. Bei Events muss es glamourös sein.

Wie beschreibst du deinen Modestil?
Privat mag ich es sehr bequem, weil ich viel unterwegs bin. Aber modisch muss es trotzdem sein. Ich mag es mädchenmäßig: Mein Handy und Computer sind rosa und glitzy. Wenn ich ausgehe, haue ich auch gerne mal auf den Putz.

Judith tanzt gerade bei Let’s Dance. Welche Richtung liegt dir am meisten?
Ich bin sehr groß, und deswegen auch nicht für alle Tanzarten gut geeignet. Meine Favorites sind Contemporary und Lyrical Jazz, ich tanze aber auch gern powervolle zeitgemäße Sachen zu Charts. Leider haben sich von der ganzen Tanzerei meine Knie vor zwei Jahren gemeldet, typisch für Tänzer über 30, seitdem muss ich – was das betrifft – etwas kürzertreten. Aber ganz ohne geht einfach nicht 😉

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