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TikTok: Alles was ihr über die Plattform wissen müsst

Als ich gelesen habe, dass TikTok-Tänze das Gehirn trainieren und sogar Krankheiten vorbeugen, war ich sofort begeistert. Als absoluter Tanzfan musste ich mich natürlich gleich anmelden! Hier erzähle ich euch, was hinter der neuen Social-Media-Plattform steckt – und warum sie nicht nur was für Jugendliche ist.

Was ist TikTok?

Den Namen haben viele sicher schon mal gehört, aber Nutzer sind wahrscheinlich die wenigsten: Die Rede ist vom sozialen Netzwerk TikTok. Die App ist gerade schwer angesagt und drauf und dran, Facebook und Co. den Rang abzulaufen. Worum es geht? Um gute Laune! Mit der App lassen sich kurze Videos drehen, die mit Musik unterlegt werden. Entweder bewegt man die Lippen dazu, tanzt oder füllt die maximal 15 Sekunden langen Clips mit lustigen Aufnahmen: Vom Haustier, über akrobatische Einlagen bis hin zum Prank der besten Freundin ist alles erlaubt. TikTok gehört zum chinesischen Start-up ByteDance: milliardenschwer und in Deutschland wenig bekannt. Die App ist inzwischen so erfolgreich, dass sogar Instagram von ihr abkupfert: Mit der neuen Funktion “Reels” können Insta-User nun auch kurze Videos aufnehmen und mit Musik unterlegen.

Warum macht TikTok Spaß?

Wie ihr ja wisst, lieeeeeebe ich das Tanzen und meine unglaubliche Reise bei Let’s Dance werde ich nie vergessen. Tanzen ist für mich vielmehr als ein, zwei, Cha-Cha-Cha. Zur Musik kann man sich wunderbar fallen lassen und sich komplett seinen Emotionen hingeben. Und Studien zeigen: Tanzen ist heilsam – für Körper und Geist! Wir trainieren damit nicht nur unsere Koordination, das Rhythmusgefühl, sondern auch das Gedächtnis. Und: Wenn wir tanzen, sinkt im Speichel sogar das Stresshormon Cortisol. Wenn man es so sieht, machen die vielen TikTok-User gerade ziemlich viel richtig, denn das Tanzen steht bei der App im Vordergrund. Es ist unglaublich zu sehen, wie TikTok-Tänze (zum Beispiel zum Song „Renegade”) rund um den Globus gehen und jeder ganz einfach ein Teil davon sein kann.

Und: TikTok belohnt kreative Ideen. Die Videos und ihre Umsetzung müssen nicht perfekt sein. Das Motto ist: Hauptsache, man ist mit Spaß dabei. Ich mag diese positive Einstellung sehr, denn meine Eltern haben mir genau dies mit auf den Weg gegeben: sich einfach ausprobieren, voller Energie an die Dinge herangehen, mutig sein und optimistisch.

Warum passt TikTok gerade zu der heutigen Zeit?

Laut dem Branchendienst Sensor Tower wurde TikTok zwischen Januar und März dieses Jahres sage und schreibe 315 Millionen Mal neu installiert, davon rund 45 Millionen Mal allein in Europa. Das hat noch keine App zuvor geschafft! Wie es scheint, war und ist TikTok für viele der Stimmungsaufheller in der Corona-Zeit. Die unterhaltsamen Videos sorgen für genau das, was wir in dieser Krise brauchen: Leichtigkeit und gute Laune.

Kostet das was?

Nein, die App ist kostenlos! Direkt nach dem Download kann man sie nutzen und sich zigtausende, ach was, Millionen Videos anschauen. Man muss sich übrigens erst ein Profil anlegen, wenn man selbst Videos hochladen möchte. Wer nur stöbern möchte, kann dies auch ohne tun.

Ist das überhaupt was für Erwachsene?

Was für eine Frage! Natürlich ist es das! Oder würdet ihr sagen, dass Spaß, Leichtigkeit, Authentizität und Kreativität den Jungen vorbehalten sind? Eben! Auch wenn momentan fast 70 Prozent der Nutzer zwischen 16 und 24 Jahre alt sind: Ich bin fest davon überzeugt, dass es nach demselben Muster ablaufen wird wie bei Facebook oder Instagram: Die Jüngeren entdecken es als first mover – und die Älteren ziehen nach. Wobei ich gar nicht von den „Älteren” sprechen möchte. Ich finde ja: Man ist nur so alt wie man sich fühlt – und eine gut gepflegte Haut kennt kein Alter. Außerdem ist Älterwerden doch wunderschön. Mit den Jahren wird man erst zu der Person, die man wirklich ist. Man gewinnt an Sicherheit und Stärke und kann auf einen Erfahrungsreichtum zurückgreifen, der einen von innen heraus strahlen lässt. (Aber stopp, Judith, das ist ein anderes Thema, jetzt geht’s um TikTok).

TikTok for business

Dass die App bei Teens so beliebt ist, lockt jetzt auch immer mehr Unternehmen an. Denn wo kommen sie so leicht mit der jungen Zielgruppe in Kontakt wie hier? Aldi Nord (32.000 Follower) startete jüngst eine eigene Challenge zum Beat von „Preis, Preis, Baby”. Das Video wurde mehr als 17 Millionen mal gesehen, irre! Congstar hat schon 56.000 Follower zusammen. Der Kölner Mobilfunkanbieter hat unter dem Motto #probiertwasgeht TikTok-User aufgefordert, sich selbst einer Herausforderung zu stellen – eine tolle Idee, wie ich finde! Auch die Tagesschau und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben bei TikTok bereits ein Profil.

Was man beachten muss

Wenn die Eltern ihre Erlaubnis geben, dürfen Kinder die App ab 13 Jahren nutzen. Wenn nicht, müssen sie warten, bis sie 18 sind. Wie bei allen sozialen Medien gilt: Es lohnt sich, in die Untiefen der Einstellungen hinabzusteigen. Legt also genau wer fest, wer eure Inhalte sehen darf und macht euch klar: Wenn das Profil öffentlich zugänglich ist, können auch eure Videos von allen geteilt und verbreitet werden. Wollt ihr das? Auch gerade für jüngere Mädchen ist dies wichtig und man kann es gar nicht oft genug betonen: Geht bewusst mit sozialen Medien um!

Wo findet ihr mich da?

Mein Profilname bei TikTok lautet – surprise, surprise – judith_williams! Zugegeben, ich habe erst ein Video bei TikTok hochgeladen. Aber dieses hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, so dass sicher bald weitere folgen. In diesem Sinne: Follow me – and have fun!

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