judith williams blog was taugt meine geschäftsidee?

Was taugt meine Geschäftsidee? So findest du es heraus!

Viele von uns tragen Geschäftsideen in ihrem Herzen – was super ist! Doch das Entscheidende ist nicht die Idee an sich, sondern das, was du daraus machst. Und dafür musst du sie zuallererst testen bevor du viel Zeit und Geld investierst: Trifft deine Idee überhaupt einen Nerv? Mach deinen persönlichen reality check! Hier zeige ich dir, wie das funktioniert!

Wenn die Tür aufgeht und die Gründer „Die Höhle der Löwen“ betreten, stockt mir immer wieder der Atem. Schließlich wissen wir ja nicht, was auf uns wartet: Wird uns gleich the next big thing präsentiert?

Bei manchen Gründern weiß ich schon nach wenigen Sekunden, dass sie mich überzeugen werden und dass ich alles daran setzen werde, den Deal zu bekommen. Da stimmt einfach alles: das Produkt, die Präsentation, die Zahlen und das wichtigste: die Gründer selbst! Daneben gibt es Gründer, die uns zwar unwahrscheinlich unterhalten, deren Geschäftsidee aber nicht wirklich durchdacht ist. Bei manchen frage ich mich, ob sie ihr Produkt überhaupt mal jemandem gezeigt haben. Das ist die große Gefahr beim Gründen: Man ist so in seine Idee verliebt, dass man gar nicht nach links und rechts schaut, um sich nicht vom Weg abbringen zu lassen. Viel lieber verbeißt man sich in jedes noch so kleine Detail, als jemals zu fragen: Will das überhaupt jemand haben, was ich mir hier ausdenke? Im worst case hat der Gründer irgendwann ein fertiges Produkt entwickelt und in großen Stückzahlen produzieren lassen, eine Website gebaut, Geld in Marketing gesteckt, nur um dann festzustellen, dass niemand auf den „Kaufen“-Button klickt.

Darum ist das A und O des Gründens: ein früher Reality-Check.

Gleich zu Beginn müssen folgende Fragen geklärt werden:

  • Will das, was ich entwickelt habe, jemand kaufen?
  • Wen will ich damit ansprechen?
  • Erreiche ich damit genug Menschen oder wird es ein Nischenprodukt bleiben?
  • Wie sieht die Konkurrenz aus und gibt es auf diesem Markt noch Platz für ein neues Produkt?
  • Kann ich das Produkt zu einem Preis herstellen, den auch jemand bereit ist, zu zahlen? Und: Wie hoch ist überhaupt die maximale Zahlungsbereitschaft des potentiellen Kunden?

Aus jeder guten Idee, sei sie so klein wie ein Samenkorn, kann etwas ganz Großes wachsen.

Judith Williams

1. Sprecht darüber!

Um all diese Fragen zu klären, gibt es nur einen Weg: Talk about it! Ich weiß, dass es durchaus kontrovers diskutiert wird, ob man über seine Geschäftsidee mit anderen sprechen soll – schließlich könnten diese die Idee klauen. Meine Meinung dazu ist ganz klar: Eine Produktidee zu haben, ist eine Sache. Sie auf den Markt zu bringen und erfolgreich zu platzieren, eine andere. Was ich sagen will: Die Idee an sich ist nichts wert, was zählt ist die Umsetzung! Meistens ist die erste Idee auch gar nicht so gut wie man anfänglich meint – viele große Companies haben einen komplett anderen Weg eingeschlagen als ursprünglich geplant.

Nur wer ständig an seiner Idee arbeitet, sie hinterfragt und weiter entwickelt, wird aus ihr ein funktionierendes Geschäftsmodell machen. Befragt also möglichst früh euer Umfeld, was sie von eurer Idee halten. Stellt sie möglichen Investoren vor, sprecht mit Partnern, die später mit euch ins Geschäft kommen könnten. Mit wenigen Klicks könnt ihr euch auch direkt an potentielle Käufer wenden. Mithilfe von Tools wie Wufoo lassen sich schnell und kostenlos Online-Umfragen erstellen. Löchert eure Zielgruppe, auf was sie Wert legt, wie viel sie bereit wäre, auszugeben und wie sie zum Beispiel mögliche Markennamen findet. Je mehr Leute ihr in diesen Prozess einbindet, desto genauer wird das Stimmungsbild!

2. Baut eine Community auf

Um herauszufinden, ob eure Idee einen Nerv trifft, ist es sinnvoll, früh eine Community aufzubauen. So bekommt ihr ein Gefühl dafür, ob es überhaupt Interessenten gibt und – wenn dem so ist – könnt ihr die zukünftigen Käufer direkt an eure Marke binden. Anna Yona, Gründerin der Barfuß-Schuhe „Wildling“, hat es so gemacht: Ihre Schuhe waren noch gar nicht fertig entwickelt, da hat sie bereits eine Facebook-Seite aufgesetzt. Den gesamten Entstehungsprozess ihrer Marke hat sie hier dokumentiert und die Follower mit auf ihr Gründungsabenteuer genommen. Sie waren live dabei, wie das Unternehmen entstand und konnten sich mit Feedback unkompliziert und direkt einbringen – enorm hilfreich für Yona! Ein ausführliches Interview mit der spannenden Gründerin gibt es übrigens bald hier auf live-your-dream!

Wenn du geschickt im Marketing bist (jemand muss schließlich auf dich aufmerksam werden), bietet sich auch Crowdfunding an: Du kannst auf diversen Plattformen deine Idee vorstellen und siehst sehr schnell, ob Menschen bereit sind, in dich und dein Produkt zu investieren. Viele Gründer scheuen sich davor, diesen Weg zu gehen, da sie Sorge haben, dass die Kampagne nicht zündet und ihre Idee somit „durch“ ist. Ganz ehrlich? Wenn wirklich niemand investieren will, ist die Chance eher klein, dass es später Millionen machen werden. Heißt: Habt keine Angst vor der Wahrheit! Holt euch früh Feedback zu eurer Idee – und habt die Kraft, loszulassen, wenn sie nicht zündet. Glaubt mir: Eine neue Idee wird kommen!

3. Nutzt den Design Sprint

Wenn ihr bereits ein Team habt und neue Geschäftsideen austesten wollt, ist der Design Sprint eine super Methode. Jake Knapp hat diesen Prozess für Google entwickelt, er funktioniert aber für jede Unternehmensgröße! Die Idee: Wir sind in unserem daily business so eingespannt (Stichwort Meeting-Wahnsinn!), dass wir oftmals gar nicht dazu kommen, einmal länger und strukturiert an einer neuen Idee zu feilen. Im Design Sprint nimmt man sich nun mit seinem Team eine komplette Woche frei, von Montag bis Freitag. Nach einem festen Prozess wird die neue Idee auf Herz und Nieren getestet. Am Ende hält man einen Prototypen in der Hand und hat bereits Feedback von möglichen Käufern und Nutzern bekommen. Jake Knapp erklärt in dieser Video-Reihe noch einmal selbst ausführlich, was an jedem Tag ansteht. Der Vorteil des Design Sprints: Man findet früh raus, ob man auf dem richtigen Weg ist und vergeudet kein Geld oder Know-How für eine Idee, die ohnehin nicht trägt.

Jetzt ist es an euch, meine Lieben! Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig inspirieren, wie wichtig es ist, seine Geschäftsidee früh auf den Prüfstein zu stellen. Und denkt immer dran: Ich glaub’ an euch!

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