judih williams live your dream

Wie man Sport macht (und es sich großartig anfühlt …)

Was Sport mir bringt? Tiefe Zufriedenheit, jede Menge Endorphine – und das tolle Gefühl, jedes Mal etwas „geschafft” zu haben. Im großen Guide für körperliche und mentale Fitness verrate ich euch, wie ich den kleinen Schweinehund überwinde, mit welchen Tricks ich mich motiviere und wie wir uns langfristig ins Zeug legen können. Glaubt mir: Sport fühlt sich wunderbar an. Let´s go, Ladies! 

Bevor ich euch jetzt erzähle, wie glücklich uns Sport machen kann, eine kleine Beichte: Sport, vor allem hartes Training, kann verdammt fies sein. Ich erinnere mich an einen Dienstagmorgen 2018, ich tanzte damals bei „Let´s Dance” mit. Früh am morgen, um 6.30 Uhr, horchte ich in meinen Körper hinein. Ich hatte zwei Blasen an den Füßen, mein Rücken fühlte sich an wie einmal auf- und abgebaut, meine Beine schlabberten. Aber: Es war alles noch dran! Und als ich mich an dem Tag nicht im Bett umdrehte, sondern mit meinem Tanzpartner Erich weiter Drehungen, Hebungen und Schrittfolgen übte, da fühlte sich das wieder großartig an. Ich war so stolz auf mich!
Ich habe damals am eigenen Körper erlebt und (jaaaaa) gespürt, welche Glücksgefühle uns durchströmen, wenn wir uns bewegen und mit einem Male etwas leisten, was wir uns selbst nie zugetraut hätten. Wir haben „etwas getan”, und das fühlt sich ganz fantastisch an! Es gibt ja das berühmte Runners High, wenn beim Joggen mit einem Male Glückshormone den Körper fluten. Ich erlebe immer wieder das Dancers High – und bin mir sicher: So ein High wartet in jeder Sportart auf dich.

Sport baut uns mental und körperlich auf, das belegen unzählige Studien. Wer etwas macht (ideal: eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining), wappnet seinen Körper gegen eine Vielzahl von Krankheiten. „Regelmäßige körperliche Bewegung eignet sich wunderbar zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Krebserkrankungen, Osteoporose, Übergewicht, Stress und Burnout“, zitiert die „Ärztezeitung” den Sportwissenschaftler Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln (unten findest du auch einen Buchtipp von ihm). Das klingt doch ziemlich plausibel, oder? Dann lasst uns jetzt darüber reden, WIE wir es anstellen können …

Das heikle Thema „anfangen” – oder: The Power of the first step

Die Gründer aus „Die Höhle der Löwen” haben sich irgendwann hingesetzt und ihre Businessidee aufskizziert. Joanne K. Rowling hat irgendwann das erste Wort von „Harry Potter” auf eine Serviette geschrieben. Und selbst der Olympiasieger im Marathon hat eines Tages mit dem Laufen begonnen – und so den ersten Schritt gemacht, im wahrsten Sinne des Wortes. Unser ganzes Leben steckt voller erster Schritte. Ob wir nun zum ersten Mal ein neues Hobby ausprobieren, ein neues Rezept kochen oder Urlaub in einem Land machen, in dem wir noch nie waren: Ich finde, in diesen Neuanfängen – ob klein oder groß – steckt immer etwas Magisches. Denn wir schlagen jedes Mal ein neues Kapitel auf, das uns wachsen lässt. Beim Sport wächst tatsächlich auch etwas ganz Konkretes: Muckis! Wie aber gelingt hier der erste Schritt? Wie fängt man an? Wie überwindet man dieses fiese Ding namens Schweinehund?

Die Zauberformel lautet: Setzt euch realistische, erreichbare Ziele! Das kann der erste Kilometer sein, den ihr ohne roten Kopf laufen wollt. Oder vier Liegestütze, die ihr schaffen wollt. Es kann am Anfang gar nicht „klein genug” sein. Nehmt euch lieber etwas vor, das ihr spielend schafft. Das motiviert ungemein (ihr hattet ein Erfolgserlebnis!) und beim nächsten Mal schafft ihr schon ein wenig mehr. Auch Routinen machen es leichter, „anzufangen”. Macht jeden Tag nach dem Aufstehen doch mal fünf Kniebeugen. Klingt zu einfach? Noch besser! Es geht darum, dass ihr ins „doing” kommt. Unbewusst trainiert ihr so auch euer Gehirn, denn es wird für euren Kopf irgendwann ganz normal sein, dass ihr euch bewegt.

Das Auge isst – und trainiert – mit

Stellt euch einmal vor: Ihr tragt ein ausgewaschenes und viel zu großes Schlabbershirt und an den Füßen alte Treter, die ihr noch irgendwo im Schrank gefunden habt. Was glaubt ihr? Werdet ihr damit erfolgreiche eine Laufrunde absolvieren? Die Antwort ist wohl klar… Was ich damit sagen will: Wir haben es verdient, uns in unserem Körper gut zu fühlen. Noch dazu wir sind beim Sport viel motivierter, wenn wir schon einmal gut dabei aussehen – so banal das klingt. Investiert also in wirklich schöne Sportkleidung, die gut sitzt (muss ja gar nicht teuer sein). Gönnt euch gute Schuhe, das danken euch eure Sehnen und Bänder! Und stellt euch vor der Trainingseinheit eine Playlist mit euren Lieblingsliedern zusammen oder sucht einen Podcast raus, den ihr schon immer mal hören wolltet. Sport macht Spaß – mit den richtigen Rahmenbedingungen!

Sport ist Mord? No way! Sport ist der Schlüssel zu allem!

Judith Williams

Welcher Sport ist überhaupt was für mich?

Wikipedia listet über 250 Sportarten auf, die es gibt. Von Aerobic bis Zehnkampf ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Ich bin ein großer Fan davon, möglichst viel auszuprobieren. Denn irgendwann macht es Klick und man weiß plötzlich: „Das ist es!”

Auch diese Fragen helfen, die richtige Sportart für sich zu finden:

1.Will ich einen Mannschaftssport machen oder ich trainiere ich lieber allein?

2.Was hat mir als Kind schon Spaß gemacht und wie könnte ich das wieder aufleben lassen?

3.Was kann ich am besten in meinen Alltag integrieren?

Man muss auch nicht gleich mit einem ausgefeilten Trainingsplan anfangen. Es hat bereits einen Effekt, wenn man die Treppe statt den Fahrstuhl nimmt, am Wochenende ausgiebig im Garten arbeitet oder immer eine Bushaltestelle früher aussteigt und den Rest der Strecke geht. Every step counts, darling!

judith williams yoga

Das Danach

Kennt ihr das auch? Man macht mit der Familie eine große Wanderung – und eigentlich freuen sich alle nur darauf, danach irgendwo einkehren zu können. Eine kalte Apfelschorle schmeckt nach getaner Arbeit doch tausendmal besser, oder?!

Die Aussicht auf eine Belohnung nach dem Sport ist vor allem eins: Motivation, dran zu bleiben! Denn jeder hat mal einen Durchhänger oder einfach keine Lust. Weil aber in der Regelmäßigkeit der Schlüssel zum Erfolg liegt, könnt ihr euch ein wenig austricksen. Nehmt euch also ganz konkret vor, wie ihr euch belohnen wollt. Das kann zum Beispiel ein Eis mit Sahne sein, wenn ihr die große Laufrunde geschafft habt. Oder ihr kauft euch nach fünf Trainingseinheiten etwas Schönes. Wichtig ist, dass ihr schon vor und während des Sports ganz genau wisst, was hinterher auf euch wartet. Malt euch die Belohnung richtig schön aus. Glaubt mir: Das macht Beine! Wenn wir uns etwas gönnen, nachdem wir fleißig waren, ist das auch ein Booster in Sachen Selbstliebe. Denn viel zu selten feiern wir uns für eure Leistungen, sondern nehmen sie als gegeben hin. Indem wir ihnen aber bewusst Aufmerksamkeit schenken und uns mit etwas Konkretem belohnen, klopfen wir uns selbst auf die Schulter! (Sollten wir viel öfter tun!)

Find the big why!

Natürlich, Sport tut unserem Körper und der Seele gut. Jeder sollte aber für sich selbst das große „Warum” finden: Warum mache ICH Sport? Die Gründe dafür sind vielfältig. Der eine möchte vielleicht ein paar Kilos verlieren und endlich wieder in die Lieblingsjeans passen. Der andere will etwas für sein Herz-Kreislauf-System tun, weil es ein familiäres Risiko in der Familie gibt, daran zu erkranken. Wieder andere möchten sportlicher werden, um mit den Enkelkindern aktiv zu sein. Und für andere steht das Gemeinschaftserlebnis des Mannschaftssports im Vordergrund. Studien zeigen, dass man sich viel mehr für eine Sache ins Zeug legt, wenn man weiß, warum man sie tut. Was ist der höhere Zweck, wenn du den Schweinehund überwindest und tatsächlich im Nieselregen joggen gehst? Wenn du das weißt, ist das Schwerste schon geschafft!

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