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Zero Waste: Weniger ist mehr

Berge aus Plastik und Elektroschrott, die die Umwelt belasten – da kann niemand ruhig zusehen. Immer mehr Menschen wollen deshalb etwas ändern. Die „Zero Waste”-Bewegung ist besonders konsequent und will gar keinen Müll mehr hinterlassen. Klingt anstrengend? Ja, ein wenig schon. Aber es gibt ein paar einfache Tricks und Kniffe, die gar nicht wehtun. Probiert sie einmal aus – es fühlt sich gut an!

Immer mehr Menschen setzen sich – zum Glück – mit der Umwelt auseinander und hinterfragen ihr eigenes Handeln. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Erfolg von „Little Lunch“ genau daher rührt: In die Bio-Suppen kommt nämlich nur, was die Natur hergibt – und eben nicht: künstliche Geschmacksverstärker, Aromen, Farb-oder Konservierungsstoffe, Palmfett und Hefeextrakt. Abgefüllt werden sie übrigens in umweltfreundliche Gläser, die – natürlich –recycelt werden. Ich bin soooo froh, dass ich die beiden Gründer Denis und Daniel Gibisch in der „Höhle der Löwen“ entdeckt habe und seitdem begleiten darf! Mehr Helden braucht das Land!

Dass wir die Natur im Blick haben und Mutter Erde mit all ihren Bedürfnissen und Nöten ernst nehmen, das ist auch der Antrieb für eine neue Bewegung, die in jüngster Zeit mächtig Auftrieb bekommen hat: die Zero-Waste-Bewegung. Zero Waste? Der Name sagt es schon: Es soll nicht nur weniger, sondern möglichst gar kein Müll mehr produziert werden. Eine, die konsequent danach lebt, ist etwa die Bloggerin Shia Su aus Bochum: Sie benutzt zum Beispiel für den Kaffee Thermoskannen statt Einwegbecher oder kauft ihre Lebensmittel im „Unverpackt“-Laden – um sie zu Hause in Glasbehälter abzufüllen.Es ist kaum zu glauben, aber wisst ihr, wie viel Müll sie in einem Jahr hinterlässt? Gerade mal ein gefülltes Marmeladenglas! Das können wir wahrscheinlich nicht alle umsetzen. Aber ich finde den Gedanken schön, dass jeder zumindest bewusster mit Müll umgeht.

Wie bei so vielen Dingen im Leben ist der erste Schritt aber oft der wichtigste, weil wir anfangen, und an gute und sinnvolle Dinge zu gewöhnen und festzustellen: Hey, so schwierig war das ja gar nicht! Also: Lieber klein, als gar nicht anfangen! Was also kann man alles machen?

Hier ein paar Tipps:

Wer sich eine schöne Trinkflaschezulegt, kann sie immer wieder mit Leitungswasser auffüllen (in Deutschland getestet und gesund) und spart so die Plastikflaschen aus dem Geschäft. Und beim Kaffee und Tee kann man unterwegs ganz leicht auf die Pappbecher verzichten und einen Thermobecherbenutzen – da gibt es inzwischen auch sehr schicke!

Zum Einkaufen kann man ein Stoffbeutelchenmitnehmen und so die Plastiktüte an der Kasse liegenlassen. Und: Wer richtig gut ist, kauft nur noch unverpacktes Obst und Gemüse. Nehmt auch gerne ein Schälchen von Zuhausemit, wenn ihr das nächste Mal zum Käsestand auf den Markt geht.

Ihr plant einen Ausflug mit euren Kindern? Dann packt das Obst und Gemüse für das Picknick in Bienenwachstücher ein. Das ist praktisch. Außerdem riechen die Tücher auch noch sooo gut!

Und wenn ihr etwas gekocht habt, dann probiert doch mal etwas, was wirklich ziemlich wild klingt – aber tatsächlich funktioniert: Töpfe lassen sich nämlich auch mit Kaffeesatzpolieren!

Der Schlüssel zu allem ist es, diese Dinge bewusst zu tun und Neues auszuprobieren. Beim Thema Zero-Waste muss ich auch an unsere Eltern und Großeltern denken. Was kannten sie noch für fantastische Tricks, lange bevor der Verpackungswahn begann? Fragt doch einfach mal bei euren Eltern und Großeltern nach! Das ist nebenbei ein schönes Gefühl. Denn wir sind alle verbunden. Miteinander – und mit der Umwelt.

Wir allen hinterlassen einen sogenannten ökologischen Fußabdruck in der Welt – je nach Beruf, Verhalten und Vorlieben ist er bei manchen größer, bei manchen kleiner.
Bei jedem Deutschen fallen jährlich im Schnitt mehr als 600 Kilogramm Müll an – das ist ungefähr so viel, wie drei Shetlandponys zusammen wiegen. Besonders vorbildlich sind dagegen Zero-Waster wie die Bloggerin Shia Su. Ihr Müll füllt gerade mal ein Marmeladenglas – pro Jahr.

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